03.04.2021 – Die Motorhaube

Die Motorhaube ist eine der bekannten Schwachstellen des Z3, sie rostet oft an den Kanten. Das ist hier nicht der Fall, aber trotzdem braucht sie etwas Zuwendung.

Unter der Dämmmatte gibt es einige sehr kleine Roststellen und der Wasserschlauch zu den Spritzdüsen ist an einigen Stellen mit Klebeband statt der Kunststoffklammern befestigt. Die sind abgebrochen.

Die Klammern sind allerdings bei BMW noch zu bekommen und sie mit 3,42€ nicht preiswert, aber erschwinglich. (Teilenummer: 61131383892) Warum man sich hier mit Klebebank beholfen hat. ist nicht zu verstehen. Nun sieht das alles schon deutlich besser aus:

30.06.2021 – Die Motorkühlung

Grund für die Stilllegung war, dass der Wagen heiß wurde und Wasser am Kühler verlor. Das war schon vor kurzer Zeit schon einmal vorgekommen und zur Reparatur sollten damals sowohl der Kühler als auch der Motor ausgetauscht worden sein. Heute habe ich den Elektrolüfter und den Kühler ausgebaut, um der Leckage auf den Grund zu gehen. Der Kühler sieht neu aus. Wenn man Wasser über den Ausgleichsbehälter einfüllt, dann tritt es auf der Fahrerseite zwischen Kühler und Ausgleichsbehälter wieder aus. Genau dort sitzen zwei Dichtungen, die erst einmal überprüft werden müssen.

Nach Ausbau des Kühler ist klar, es gibt ein Leck. Der Z3 ist ein E36-Derivate und bei der Wiederbelebung meines 328i hatte ich auch einen neuen Kühler gebraucht. Beim Bestellen hatte ich damals nicht aufgepasst und erst einen für die Vierzylindermodelle gekauft. der seit dem originalverpackt im Lager liegt. Genau dieser Kühler passt in den Z3! Vor dem Ausbau des Lüfters und des Kühlers muss erst der Ansaugschnorchel entfernt werden, damit zerfällt er allerdings in Einzelteil und muss auch ersetzt werden.

Der Elektrolüfter sieht nach einer Grundreinigung sehr gut aus. Ein Testaufbau bestätigt; hier liegt das Problem der Hitzewallungen nicht, der Lüfter funktioniert einwandfrei.

Weitere neue Teile:

Vor dem Einbau habe den Motorraum und den Motor stirnseitig grundgereinigt …

… die neuen Teile eingebaut …

… und den Kühlkreislauf komplettiert.

Nächster Schritt: entlüften und dann testen, ob das Temperaturproblem immer noch besteht. Wenn ja, kommt der CO2-Tester an die Reihe, um die Zylinderkopfdichtung zu prüfen.

23.06.2021 – Die Spiegel

Die Spiegel gehören zu den Schwachstellen de Z3. Der innere Gußträger korrodiert mit der Zeit im Spiegelfuß fest, was erst einmal dazu führt, dass sich der Spiegel nicht mehr anklappen lässt und dann, wenn man es mit Gewalt versucht, zu einem Bruch führt. Genau das hat der Beifahrerspiegel hier erleiden müssen. Der war deshalb auch abmontiert und das Loch durch Panzerband verschlossen. Und da Spiegel „herausragenden“ Teile des Autos sind, haben die Spiegelkappen auch Beschädigungen und Kratzer. Ein kompletter Neuaufbau war erforderlich.

Die Fahrerseite war nicht gebrochen, aber fest. Bei der Demontage sind die Schraubenaufnahmen der Vorderkappe abgerissen, Hier ist also auch ein Neuteil erforderlich. Das gibt es zum Glück bei BMW für kleines Geld, grundiert aber unlackiert.

Auf der Suche nach Lösungen bin ich auf einen Anbieter gestoßen, der den Spiegelträger zusammen mit dem Spiegelfuß als GFK-Teil anbietet – Korrosion wird hier kein Problem mehr sein. Die Spiegelfüße kommen unlackiert aber grundiert. Zusammen mit der neuen Vorderkappe auf der Fahrerseite und den überarbeiteten andern Plastikteilen würde alles in mehreren Schichten neu lackiert. Die Plastikteile sehen nach einem Bad in Kunststoffreiniger auch wieder gut aus. Das Panzerband auf der Beifahrerseite ist entfernt, die Kleberreste mit viel Mühe, Reinigungs- und Lösungsmittel auch. Nun liegen die Spiegel für den Zusammen- und Einbau bereit. Das erfolgt aber erst kurz, bevor es zur HU geht.

11.05.2021: Bestandsaufnahme

Heute stand die Grundreinigung an. Dazu musste der Z3 in die Mitte des Hofs gebracht werden. Zwei Möglichkeiten gab es: schieben oder versuchen das Auto zu starten. Bei solchen Auswahlmöglichkeiten bin ich eher mutig, also habe ich über Nacht eine Reservebatterie geladen und sie eingebaut.

Eine Umdrehung am Zündschlüssel, und der Wagen gab ein erstes Lebenszeichen von sich:

Die Instrumententafel signalisiert Bereitschaft und Benzin im Tank. Dass auch eine Inspektion und ein Ölservice gefordert werden, ist keine Überraschung und steht ohnehin schon auf dem Plan. Mit der Drehung des Zündschlüssels auf die nächste Stufe erwacht auch der Anlasser zum Leben und das Geräuschbild gibt erst einmal keinen Anlass zur Sorge. Nur Anspringen will er noch nicht und das Gaspedal regt sich keinen Millimeter, man denkt, man tritt gegen einen Stein. Mit Geduld kam dann doch Bewegung ins Pedal und nach zweimaligem Pumpen und einigen Anlasserumdrehungen, damit die Benzinpumpe die leergelaufenen Leitungen füllen konnte, sprang der Motor fast ohne Zögern an. Wenig später stand der Wagen gut fürs Putzen positioniert und ich konnte das Reinigungsmaterial aus dem Kombi laden.

Einige Probleme und notwendigen Reparaturen waren im Vorfeld schon bekannt. Neben der Motorkühlung, die im Stand in den roten Bereich wandert, ist der abgebrochene Außenspeigel auf der Beifahrerseite eine Sache, die direkt ins Auge fällt. Das Loch ist mit grünem Klebeband geschlossen. Der Spiegel ist am Fuß abgebrochen Ursache hierfür ist Korrosion, die den eigentlich einklappbaren Teil des Spiegel fest mit dem Fuß verbunden hat. Der Spiegelfuß auf der Fahrerseite ist auch korrodiert und die Spiegelkappe beschädigt. Es ist also auf beiden Seiten Handlungsbedarf.

Dritter bekannter Punkt ist die gerissene Heckscheibe.

Reinigen entfernt nicht nur den Schutz vom Blech, es ist gleich auch ein guter Weg, nach Fehlern im Lack zu suchen. Der Z3 hat davon einige. Ein paar exemplarische Bilder.

Im Laufe der Jahre haben auch einige Gummiteile -und dichtungen unter der Witterung und der UV-Bestrahlung gelitten. Beide Dichtungen an den Türgriffen und der Fuß der Heckantenne müssen ersetzt werden.

Die dritte Bresmleuchte ist auf merkwürdige Art fixiert und abgedichtet. Ob das so Original ist?

Den Innenraum habe ich nur grob gereinigt. Grundsätzlich ist der Zustand hier gut, es gibt aber einen großen Kratzer an der Innentürverkleidung auf der Fahrerseite und die Sitzwangen haben kleine Risse im Leder.

Die Elektrik funktioniert tadellos. Alle Lampen und Leuchten sind intakt, das Radio lies sich nach Eingabe des Sperrcodes einschalten und aus allen Lautsprechern kommen kraftvolle Töne. Der CD-Wechsler im Kofferraum ist optisch etwas mitgenommen, technisch aber einwandfrei. Der Bordcomputer zeigt keine Ausfallerscheinungen.

DasWerkzeug ist vollständig un im guten Zustand.

Der Motorraum braucht eine Intensivreinigung und die optische Auarbeitung des Ventildeckels, der Ansaugspimme, etc. Bis auf die fehlende Kappe bei einem der Stecker sind aber auf den ersten Blick keine Schäden zu erkenne.

Ein weiteres technisches Problem ist die Bremsanlage. Die Scheiben sind recht stark eingelaufen, die Bremssättel mit Rost überzogen, die Beläge alt und die Bremsflüssigkeit auch. Zudem wurde bei der letzten HU 2011 Korrosion an den Bremsleitungen bemängelt. Das ist auch nicht von selbst besser geworden.

Abschließend habe ich noch eine kleine Hofrunde gedreht und den Wagen neben dem Buick unter dem Zeltdach geparkt, bevor im nächsten Schritt wichtige Teile ausgebaut werden und der Wagen dann für eine Weile kein Mobil mehr sein wird.

Eine Stelle, an der das Auto Wasser verliert, ist lokalisiert. In Fahrtrichtung rechts, dort wo der Ausgleichsbehälter in den Kühler übergeht, bildet sich eine Pfütze.

Der Endschalldämpfer, die Stabilisatoren, die Querlenker vorne und die Fahrwerksgummis sind auch Kandidaten für Ersatz oder Überarbeitung. Der Rest des Unterbodens schaut gut aus, keine Korrosion, die nach Ersatz und Schweißarbeiten ruft.

Über dem Kühlventilator verläuft ein Lüftungsschlauch, der auch schon bessere Tage gesehen hat.

Lacknasen am Dom vorne rechts, Nachlackiert oder US-Qualität? Ich vermute letzteres.

Nach Abnahme der Dämmmatte von der Motorhaube bietet sich ein gemischtes Bild: Die Leitungen zu den Spritdüsen sind zum Teil mit Klebeband befestigt, die eigentlich dafür gedachten Clipse sind abgebrochen, der Test steckt noch in den Aufnahmelöcher.

Rost gibt es nur an einer Stelle, die Haubenkanten, als kritische Punkte bekannt, sind vollkommen in Ordnung. Die Schloss- und Fanghakenteile müssen überarbeitet werden.

Ab jetzt beginnt der Wiederaufbau.

Anstehende Arbeiten

Erledigt:
Grundreinigung außen
Motorraum Grundreinigung
Ansauggeräuschdämpfung Schnorchel
Spiegel Beifahrerseite
Spiegel Fahrerseite
Luftfilter
Kofferraum reinigen
Motorkühlung (Kühler, Thermostat, Wasserpumpe, Temperaturfühler)

Offen:
Ölservice
Klimaservice
Bremsscheiben, -beläge, -leitungen
Bremssättel brauchen mindestens eine Reinigung und Auffrischung
Bremsflüssigkeit ersetzen
Fahrwerksgummis komplett
Aufarbeitung Fahrwerksteile (Entrosten, Lackieren)
Abgasanlage Nachschalldämpfer
Kratzer und Krater im Lack im Lack entfernen
Gummiunterlage der Türgriffe
Sockel der Antenne
Heckscheibe gerissen
Dichtung dritte Bremsleuchte
Dach abdichten
Innenraum muss aufgefrischt werden
Kratzer an der Türinnenverkleidung
Leder Sitzwangen rissig

Die Geschichte dieses Z3

Hervorgehoben

Manchmal ergeben sich Situationen, da kann man nur auf eine Art handeln. Grundsätzlich denke ich darüber nach, meinen Fahrzeugbestand zu reduzieren, da verbietet es sich eigentlich, dann erst einmal noch ein Auto dazu zunehmen. Wenn da nicht besondere Umstände wären. Bei einer guten Freundin steht schon seit dem 21. August 2013 ein Z3 1.9 abgemeldet herum, erst in der Garage, seit fast zwei Monaten allerdings unter einer Plane im Freien. Der Wagen wurde abgestellt, da es mit der Motorkühlung ein Problem gab – und dann nicht wieder angefasst. Einige kleine Mängel und Schönheitsfehler gibt es auch, ein großer Service ist auch überfällig, alle Flüssigkeiten müssen ausgetauscht werden und der TÜV ist schon lange abgelaufen. Aber der Wagen ist gut ausgestattet, ohne Rost und recht gepflegt. Jetzt sollte er entsorgt werden, da er Platz wegnimmt und das Bild in der Einfahrt stört. Als das Angebot kam, ihn zu nehmen, habe ich mir einen Anhänger gemietet und ihn aufgeladen. Das wird ein schönes Bastelprojekt, dass ich ohne Zeitdruck abarbeiten kann.

Wenn er fertig ist, das steht uns ein netter Alltagsroadster zur Verfügung.

07.05.2021 – Der Abtransport

Der Wagen muss weg. Da Rainers E30 auch noch in die Werkstatt gebracht werden muss, haben wir geplant, daraus eine gemeinsame Aktion zu machen. Also habe ich für 12:00 Uhr einen Anhänger gemietet und mit dem sind wir dann nach Erpel, um das Auto aufzuladen und ans Leetor zu transportieren. Nach Freiräumen, Auspacken, Rausschieben, Aufladen, Verzurren, Verlagern, Abladen und zur Seite schieben war er dann nach rund einer Stunde da, wo er nun wieder zum Leben erweckt werden soll.