18.07.2019 – Nacharbeiten, Feinschliff, Aufrüstung

Der Motorraum hält nicht mit dem restlichen Zustand Schritt, also ist Reinigung angesagt. Motorreiniger, Haushaltsreiniger, Bremsenreiniger, Bürste, Küchenrolle, alte Lappen, was immer Hilfe  versprach, kam zu Einsatz.  Dazu hitzefester Sprühlack für den arg mitgenommenen Ventildeckel und roter Lack für die vielen kleinen Schäden rundherum.

Die Batterieablage ist  entrostet, versiegelt und wird nun neu lackiert.


Die Heckscheibe ist nun poliert.

Der Seilzug der Verdeckklappenentriegelung ist neu justiert.

Der Verdeckkasten ist gereinigt.

Die Sitzheizung war nach Austausch des Innenteppichs (durch die Werkstatt) ohne Funktion . Die Ursache war so trivial wie unangenehm: die Stecker waren nicht nur nicht angeschlossen, sie waren nicht zu sehen. Also habe ich den kompletten Innenraum wieder ausgeräumt, um an die unter dem Teppich liegenden Stecker zu kommen.  Da ohnehin wieder alles raus war, war das eine gute Gelegenheit, weitere Dinge zu erledigen: 
Boden und Innen-Rückwand sind nun auch gereinigt, neue Gurtschlösser montiert.

Hinten waren keine Lautsprecher eingebaut. Ich habe also einen neuen kleinen Kabelbaum erstellt – die dünne Originalverkabelung aus Klingeldraht ist ja ein Witz – und  Kennwood KFC 1356 aus meinem Lagerbestand eingebaut.

Die vorderen Lautsprecher waren komplett vergammelt, alle Gummisicken waren verschwunden.

Also habe ich auch hier neue Lautsprecher, Sony XS-FB1330, eingebaut und die Verkabelung überarbeitet. Nun liegen alle vier Lautsprecher direkt auf dem Iso-Stecker des Radios, ohne weitere Adapter und Zwischenstücke.

Bei der gelgenhiet habe ich auch gleich die Stromversorgung des Radios überarbeitet. Links der alte Kablebaum mit verschiedenen Zwischenstücken, im hohen Maße improvisiert, rechts der neue für den Anschluss an die SA-Buchse.

Buchse 2 ist für den Radioanschluß gedacht. Ich habe in Anlehnung an den vorher montieren Adapter die folgenden Farben verwendet:
2a – Masse von Klemme 31 (Braun)
2b – Zündung von Klemme R (Stufen I, II, III) über Sicherung F12 (rot)
2c – Licht von Klemme 58 über Sicherung F23 (Orange)
2d – Dauer+ von Klemme 30 über Sicherung F21  (gelb)

Das Innenlicht ging nur an, wenn die Beifahrertür geöffnet wurde: Der Türschalter auf der Fahrerseite arbeitete nicht – es gab ein Masseproblem am Schalter, das leicht zu beheben war.

Die Rückfahrscheinwerfer und die Nebelschlussleuchte verhielten sich eigenartig. Egal on man den Rückwärtsgang einlegt oder die Nebelschlussleuchte einschaltete, es leuchteten immer alle. Das hat einige Mühe gekosten, hinter das Problem zu kommen, aber dadurch habe ich auch intimere Kenntnisse des Kabelbaums bekommen, da ich mich Schritt für Schritt von vorne nach hinten durchgemessen habe. Erkenntnis: Der Fehler tritt auf, weil die Werkstatt statt einer 13-Pol-Buchse (wie ursprünglich montiert) eine 7-Pol-Buchse verbaut hat. Bei dieser gibt es keinen Anschluss für den Rückfahrscheinwerfer. Die überzählige Leitung hat man einfach auf einen Pol geklemmt, der nun für ein für eine Kopplung der Leitung des Rückfahrscheinwerfers mit der der Nebelschlussleuchte sorgte. Der Austausch gegen eine 13-Pol-Buchse hat das Problem behoben.

Um der nicht funktionierenden Spiegelverstellung auf die Spur zu kommen, habe ich alle Leitungen und Schalter durchgemessen.  Beim Türkabelbaum auf der Fahrerseite war der Pin, der die gesamte Spiegelverstellung mit Spannung versorgt, wegkorrodiert. Den habe ich ersetzt, alle anderen Kontakte sowohl an Stecker in der Fahrertür wie auch in der Beifahrertür gereinigt und mit Kontaktspray nachgeholfen. Nun funktioniert die Spiegelverstellung wieder. Beim abschließenden Test reagiert der Beifahrerspiegel allerdings falsch: Links/rechts sowie oben/unten sind vertauscht. Also habe ich den Spiegel wieder ausgebaut und den Motor um 180 Grad gedreht. Es war mein Fehler, beim Motor ist klar gekennzeichnet, was noch oben gehört.

Um die Meldung über mangelndes Kühlwasser im Check Control weg zu bekommen, habe ich  den Kühlwasserstandgeber austauschen. Der alte ist nicht zu reparieren. Es gibt zwei Versionen des Gebers mit verschiedenen Anschlüssen, wie ich lernen musste. Die mit den Flachsteckern erfordern einen Umbau der Steckverbindung, es gibt aber auch einen mit den passenden Rundsteckern.

10.07.2019 – Hosenrohr und Räder

Beim ersten Test, ob das Auto anspringt, kam ein neues Problem auf: Das Hosenrohr ist am flexiblen Teil undicht. Hierfür gibt es zwei Lösungen: ein Neuteil oder den flexiblen Teil ersetzen. Das geht nur durch Heraustrennen des defekten Teils und Einschweißen eines neuen. Da das Hosenrohr fest mit dem Katalysator verbunden ist, sind Neuteile folglich entsprechend teuer. aktuell werden 1600€ dafür verlangt. Gebrauchtteile liegen bei rund 400€, aber bergen das Risiko, dass der Kat nicht mehr funktioniert. Daher haben wir und für die Reparatur entschieden.

Da der Wagen nun ohnehin wieder auf der Bühne stand, habe ichdie Räder abmontieren lassen und sie mit viel Mühe und Zeit grundgereinigt.

So sahen sie vorher aus:

Nun ist es deutlich besser:

Montiert:

und mit neuen Deckeln

Eingesetzte Werkzeuge:

  • Felgenreiniger
  • Topfreiniger
  • Stahlwolle
  • Hochdruckreiniger
  • Kunststoffspatel
  • Aufsatzbürsten für den Akkuschrauber

Weitere kleine Probleme:

Die Geber für die Rückfahrscheinwerfer, den Kühlwasserstand und den Ölstand waren defekt und wurden durch Neuteile ersetzt.

01.07-2019 – Heckstoßstange und Ahängerkupplung sind montiert.

Die Anhängerkupplungsaufnahmen sind verbaut. Das Abdeckblech über dem Schwingungsdämpfer musste auch den üblichen Überbeitungsprozess durchlaufen. Zusammen mit den neuen Schrauben hat das die Qualität, die mir erhofft habe.

Und jetzt konnten auch endlich die Heckstoßstange und die Auspuffanlage wieder montiert werden. Von außen sieht der E30 nun schon fertig aus, aber es sind noch ein paar kleine Arbeiten an der Elektrik zu erledigen. Mit etwas Glück geht es dann kommende Woche zum TÜV!

 

03.05.2019 – Rückspiegel aufarbeiten und eingebaut

Beide Rückspiegel müssen aufgearbeitet werden, der Kunststoff ist matt und fleckig und der Metallfuß hat Korrosionsspuren.

Um das Spiegelgehäuse auszubauen, muss von innen die Dreiecksverkleidung abgezogen werden. Dann werden zwei Schrauben sichtbar, die das Spiegelgehäuse halten. Die sind zu lösen. Das Kabel ist gesteckt.

Die Spiegelhalterung hat unten vier Kerben in dem weißen Plastikring. Sie sind gut zu sehen, wenn man das Glas ganz nach oben dreht. Diese Kerben lösen die Verriegelung des Glases auf dem Stellmotor.

Zum Lösen des Glases dreht man es ganz nach unten. In der Unterseite des Gehäuses ist ein Loch. Dort führt man einen kleinen Schraubenzieher ein bis er in einer der Kerbe des Glashalters steckt. Nun der Glashalter zweimal nach links gedrückt, dann löst sich das Spiegelglas fast ganz von alleine. Sollte das Glas zu fest stecken, kann man mit einem Kunststoffhebel aus den Ausbauwerkzeugen nachhelfen.

Der Spiegel läßt sich in die folgenden Einzelteile zerlegen:
– Gehäuse
– Gummidichtung zum Fahrzeug
– Glas
– Stellmotor mit Gummidichtung
– Abdeckung der Kabelzuführung
– Kabel

Der Stellmotor ist beschriftet, man kann die Kabel also ohne Risiko abziehen.
Schwarz und Blau treibt den Motor an. Je nach Polung wird die Richtung bestimmt. Weiß und Braun dienen zum Umschalten der Kupplung damit die Achse gewechselt wird. Braun geht immer auf Masse. Weiß bleibt entweder offen oder wird auf 12V gelegt.


Nach dem Zerlegen folgt die Aufarbeitung. Um sicher zu gehen, dass ich keine wertvolle Substanz zerstöre, habe ich mir einen gebrauchen Rückspiegel für die Fahrerseite besorgt, an dem geübt wird: Schleifen, spachteln, abkleben fürs Lackieren. Sollte das gut werden, habe ich auch gleich Redundanz für den Originalspiegel, der am Fuß stark korrodiert ist.

Gespachtelt, geschliffen und grundiert …

… und mattschwarz lackiert.

Zusammengebaut: fertig zur Montage.

und eingebaut

03.05.2019 – Weitere neue Teile

Beim Zerlegen des Autos zeigte sich, dass beide Türgriffe nicht mehr gut sind. Zudem ist eine der Befestigungsschrauben abgerissen und der Rest steckt noch im Griff. Neuer Ersatz ist preiswert zu bekommen.

Zudem ersetzt man vernünftigerweise auch alle Clipse durch Neuteile.

Nachdem Kühlergrill und Niere probeweise montiert waren, war der Entschluss schnell gefallen: da müssen Neuteile her, die alten haben zu viele Kratzer. Der gesamte Satz ist für unter 50€ zu bekommen.

27.04.2019 – Scheinwerfer aufgearbeitet

Die Scheinwerfer hatten einige kleine Probleme, die sich aber leicht beheben ließen. Natürlich brauchten Sie erst einmal eine gründliche Reiningung, um den Schmutz von 30 Jahren zu entfernen. Alle Zierringe waren durch die Zeit, Steinschläge etc. arg mitgenommen. Dafür gibt es aber Neuteile zu erschwinglichen Preisen als Ersatz. Zudem war ein Glas gerissen – hier half ein gutes Gebrauchtteil, dass ich für wenig Geld im Internet kaufen konnte. Aus zwei mittelmäßigen Scheinwerfern habe ich dann einen guten gebaut.

Das Ergebnis ist so wie ich es will, nicht perfekt, aber an den sichtbaren Stellen sehr gut.

Im Einsatz: Dampfstrahler aus dem Haushaltsbereich, Zahnbürste, Bremsenreiniger, Kunststoff- Auffrischer, Tücher, Küchenrolle.

27.04.2019 – Stoßfänger aufgearbeitet und montiert, Zierleisten montiert.

Neuteile für die Stoßfänger zwar  zu bekommen, aber teuer. Daher mussten Kompromisse eingegangen werden: Was aufzuarbeiten ist, wird weiterverwendet, ersetzt wird nur das, was sich nicht in einen guten Zustand versetzen läßt.

Nach eingehender Untersuchung und Zerlegung in alle Einzelteile zeige sich folgendes Bild:

  •  Das Mittelteil der Frontstoßstange hat zu viele tiefe Rostpickel, das erfordert tiefgreifende Arbeiten. Da dieses Teil bei den bekannten Teilehändlern aktuell nicht zu bekommen ist, bleit nur der Weg über Ebay und ein Nachfertigungsteil. Auf den ersten Blick sieht es ganz OK aus.
  • Die kleinen Chromlaschen, die die Übergänge von Mittel- auf die Seitenteile überdecken, sind hinten sehr schlecht, Neuteile gibt es bei BMW.
  • Alle anderen Chromteile sind außen OK und haben innen leichten Rost.
  • Alle Kunststoffteile sind noch für akzeptable Preise lieferbar und daher lohnt es nicht, über eine Aufarbeitung nachzudenken.

 

Die Zerlegung der Stoßfänger erforderte teilweise radikale Maßnahmen. Die Mehrzahl der Schrauben war so verrostet, dass nur ein Aufschneiden mit dem Trennschleifer geholfen hat. Die Halteklammern der Kunststoffteile waren auch sehr verrostet, daher war es gut, dass die Teilehändler komplette Befestigungssätze anbieten. Die habe ich bestellt und keine der alten Schrauben und Klammern wiederverwendet.

Alle Metall-Altteile habe ich mit Strahlmittel von Hornbach innen komplett entrostet – eine üble Arbeit und anschließend mit silberner Rostschutzfarbe versiegelt – und das eine Neuteil gleich mit.

Auch den Träger für die Anhängerkupplung habe ich gestrahlt und anschließend neu mattschwarz lackiert.

Die beiden Blinker brauchten nur eine gründliche Reinigung und den Ersatz der beiden Streuscheiben.

Der Zusammenbau war dann eine wahre Freude und inzwischen sind alle Teile auch wieder an das Fahrzeug montiert, der erste Schritt beim Zusammenbau ist also erledigt.

Alle Altteile habe ich natürlich gereinigt und eingelagert.

17.03.2019 – Anbauteile bearbeiten

Nachdem der Wagen nun so weit ist, dass er wieder zusammengebaut werden kann, ist es Zeit, sich den Anbauteilen zu widmet.  Es gibt einiges zu putzen, zu polieren und neu zu schwärzen.

Bei den Stoßfängern an Leons Peugeot hat der Owatrol Farbauffrischer Wunder gewirkt, ich hoffen, dass das Ergebnis bei meinem BMW ähnlich sein wird.

Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend. Oben die noch unbearbeitenden Teile, unten glänzt es schon wieder. Für ein dreißig Jahre altes Autos sind die Teile in einem erstaunlich guten Zustand. Ein Grund ist sicher, dass es sich hier noch um massive Metallteile handelt und keinen verchromten Plastikschmuck.