{"id":1,"date":"2020-02-17T12:42:06","date_gmt":"2020-02-17T11:42:06","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.dieter-rossbach.com\/vx\/?p=1"},"modified":"2023-08-26T18:00:20","modified_gmt":"2023-08-26T16:00:20","slug":"geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.dieter-rossbach.com\/vx\/2020\/02\/17\/geschichte\/","title":{"rendered":"Die Geschichte meines Volumex"},"content":{"rendered":"\n<p> Um das Jahr 1974 herum arbeitete ich als Student nebenbei in einer kleinen Firma in der Nachbargemeinde &#8211; als &#8222;M\u00e4dchen f\u00fcr alles&#8220; &#8211; w\u00e4hrend des Semesters jeden Freitag und in den Ferien mehr oder weniger Vollzeit. Die Aufgaben waren vielf\u00e4ltig. Mal stand ich mit der Schaufel an der Mischmaschine und bereitete den Estrich f\u00fcr die neue Halle vor, mal musste ich an der Flockenm\u00fchle alten Schaumstoff zerkleinern, der dann als Kissenf\u00fcllung weiterverarbeitet wurde, mal durfte ich Material ausliefert. Das war nat\u00fcrlich meine Lieblingsaufgabe. Meist ging es in einem alten Ford Transit in den Westerwald, dann auch schon mal in einer Ente, vollgepackt mit Sitzkissen, ins Siegerland oder mit dem Mercedes \/8 240 D des Chefs in die Pfalz.  H\u00f6hepunkt war, als ich an einem sch\u00f6nen Fr\u00fchlingsnachmittag den wei\u00dfen Fiat 124 Spider des Schwagers des Firmenbesitzers zugeteilt bekam, da sonst kein anderes Auto zur Verf\u00fcgung stand. Nach den ersten Kilometern mit heruntergeklappten Verdeck war ich dem Auto verfallen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die finanzielle Situation als Student und sp\u00e4ter in meiner ersten Anstellung erlauben mir aber nur billige 124S Limousinen und sp\u00e4ter einen Kadett C. Fiat 124 Spider waren inzwischen nur noch als Gebrauchtwagen zu bekommen, denn Fiat hatte den Vertreib in Deutschland eingestellt und das Angebot an gebrauchten war knapp. Mein Wechsel in die Selbstst\u00e4ndigkeit und das gut bezahlte Engagement bei einem M\u00fcnchner Automobilhersteller erlaubte den ersten Gedanken an einen Neuwagen. Gerade rechtzeitig als mein Kadett C seinen Geist aufgab war der Spider auch wieder in Deutschland verf\u00fcgbar, jetzt als Pininfarina Spidereuropa.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"554\" src=\"https:\/\/blog.dieter-rossbach.com\/vx\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/02\/Prospekt-ds-800.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-56\" srcset=\"https:\/\/blog.dieter-rossbach.com\/vx\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/02\/Prospekt-ds-800.jpg 800w, https:\/\/blog.dieter-rossbach.com\/vx\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/02\/Prospekt-ds-800-300x208.jpg 300w, https:\/\/blog.dieter-rossbach.com\/vx\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/02\/Prospekt-ds-800-768x532.jpg 768w, https:\/\/blog.dieter-rossbach.com\/vx\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/02\/Prospekt-ds-800-433x300.jpg 433w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Im Motorama an der Rosenheimer Stra\u00dfe, 1983 noch eine Ansammlung von Ausstellungsr\u00e4umen der  Autoh\u00e4ndler, stand schon eine Weile ein roter Spider, den ich immer  wieder mit Verlangen angeschaut hatte. Der sollte jetzt meiner werden. Um so gr\u00f6\u00dfer war die Entt\u00e4uschung, als ich beim Versuch, ihn zu kaufen, das &#8222;Verkauft&#8220;-Schild in der Windschutzscheibe sah. Wie lange w\u00fcrde eine Bestellung dauern? ich wollte und braucht das Auto ja sofort. Die Erleichterung war gro\u00df, als der Verk\u00e4ufer erkl\u00e4rte, dass das Schild nur im Wagen sein, um ihn vor zu vielen Neugierigen zu sch\u00fctzen. Von da bis zur Vertragsunterzeichnung verging nur noch eine Viertelstunde und zwei Tage sp\u00e4ter war das Auto bar bezahlt und auf mich zugelassen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"452\" src=\"https:\/\/blog.dieter-rossbach.com\/vx\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/02\/DS-800.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-42\" srcset=\"https:\/\/blog.dieter-rossbach.com\/vx\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/02\/DS-800.jpg 800w, https:\/\/blog.dieter-rossbach.com\/vx\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/02\/DS-800-300x170.jpg 300w, https:\/\/blog.dieter-rossbach.com\/vx\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/02\/DS-800-768x434.jpg 768w, https:\/\/blog.dieter-rossbach.com\/vx\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/02\/DS-800-500x283.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">So sah mein DS  aus: Kirschrot mit schwarzer Innenaustattung.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die n\u00e4chsten drei Jahre brauchten viel Fahrfreude auf 120.000km meist offen gefahrene Strecken, den einen oder anderen Sonnenbrand, leider auch 13 abgerissene Auspuffrohre &#8211; das Problem bekam keine Werkstatt in den Griff &#8211; und ab 1985 den sehns\u00fcchtigen Blick auf den Volumex. Aber ich hatte ja ein Auto, das noch immer fast wie neu aussah, vermutete einen hohen Wertverlust und konnte mich daher nicht zu  einem Wechsel durchringen. Anfang 1986 stand die Frage im Raum, ob es sinnvoll sei, die Vollkosko zu beenden und aus Kostengr\u00fcnden auf Teilkasko zu wechseln. Nach reiflicher \u00dcberlegung habe ich davon Abstand genommen, was mir bald zu gute kommen sollte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"471\" src=\"https:\/\/blog.dieter-rossbach.com\/vx\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/02\/schl\u00fcssel-800.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-43\" srcset=\"https:\/\/blog.dieter-rossbach.com\/vx\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/02\/schl\u00fcssel-800.jpg 800w, https:\/\/blog.dieter-rossbach.com\/vx\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/02\/schl\u00fcssel-800-300x177.jpg 300w, https:\/\/blog.dieter-rossbach.com\/vx\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/02\/schl\u00fcssel-800-768x452.jpg 768w, https:\/\/blog.dieter-rossbach.com\/vx\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2020\/02\/schl\u00fcssel-800-500x294.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Rosenmontag auf dem Weg nach M\u00fcnchen wurde das Wetter immer schlechter und hinter dem Altm\u00fchltal setzte Schneefall ein, der mich zum Langsamfahren zwang. Der Spider ist wirklich kein Winterauto. Trotzdem wurde mit die Schneewehe bei der Ausfahrt Ingolstadt, da wo zu der Zeit noch die Tankstelle der US-Streitkr\u00e4fte war, zum Verh\u00e4ngnis. Nach einen 180-Grad-Dreher schlug der Wagen erst mit dem vorderen Kotfl\u00fcgel auf der Beifahrerseite ein und anschlie\u00dfend auch noch mit dem hinteren Kotfl\u00fcgel. Auch das gerade erst neu aufgezogene Dach war besch\u00e4digt. Da der Wagen noch fahrbereit war, habe ich mich erst einmal auf den Standstreifen gerettet, fr\u00fch genug, um nicht von dem gro\u00dfen BMW getroffen zu werden, dem das gleiche passierte. Dann habe ich mich langsam nach M\u00fcnchen geschleppt und den Wagen gleich bei der Werkstatt abgestellt. Der Schock war gro\u00df, aber immerhin: er war ja noch Vollkasko versichert. Zu meiner gro\u00dfen \u00dcberraschung taxierte man den Wagen als Totalschaden mit akzeptablem Restwert und einer hohen Wiederbeschaffungssumme. Da auch gleich ein Aufk\u00e4ufer zur Stelle war, der den Wagen f\u00fcr ein angemessenes Entgelt kaufen wollte, habe ich nicht lange gez\u00f6gert &#8211; der Weg zum Volumex war gegen einen \u00fcberraschend geringen Aufpreis frei &#8211; und dieses Auto steht immer noch in meiner Garage. Den Winterbetrieb habe ich ihm aber nie zugemutet, Erfahrung macht klug, und mir zum Herbst noch ein<a href=\"Https:\/\/blog.dieter-rossbach.com\/gamma\/\"> Lancia Gamma Coup\u00e9<\/a> dazugekauft.<\/p>\n\n\n\n<p> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um das Jahr 1974 herum arbeitete ich als Student nebenbei in einer kleinen Firma in der Nachbargemeinde &#8211; als &#8222;M\u00e4dchen f\u00fcr alles&#8220; &#8211; w\u00e4hrend des Semesters jeden Freitag und in den Ferien mehr oder weniger Vollzeit. 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