{"id":27,"date":"2020-11-22T13:14:16","date_gmt":"2020-11-22T12:14:16","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.dieter-rossbach.com\/e36\/?p=27"},"modified":"2022-03-09T16:11:25","modified_gmt":"2022-03-09T15:11:25","slug":"der-vorfall-im-gotthardtunnel-und-die-grosse-revision","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.dieter-rossbach.com\/e36\/2020\/11\/22\/der-vorfall-im-gotthardtunnel-und-die-grosse-revision\/","title":{"rendered":"Der Vorfall im Gotthardtunnel"},"content":{"rendered":"\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"25\"><li>Mai 2018 &#8211; Rainer und ich sind auf dem Weg zum Concorso nach Cernobbio. Da wir auf sonniges Wetter hoffen, haben wir meinen E36 328 genommen. Hinter Basel steht die Entscheidung an: Gotthard-Tunnel oder \u00fcber Z\u00fcrich und den St-Bernadino-Tunnel ins Tessin. Da der Verkehrsfunk keine Probleme vor dem Gotthardtunnel meldet, w\u00e4hlen wir die k\u00fcrzere und schnellere Route. Leider erweist sich das als fatal, denn es gibt doch den \u00fcblichen Stau vor dem Tunneleingang. Im Schritttempo qu\u00e4len wir uns voran, und die langsam steigende Temperaturanzeige l\u00e4sst nicht Gutes ahnen, besonders, da die Heizung nicht senkend hilft sondern nur kalte Luft ins Auto bl\u00e4st. Dann endlich sind sind im Tunnel und k\u00f6nnen z\u00fcgig weiterfahren, aber die Situation wird nicht besser, bis auf einmal alle Lampen angehen, der Motor daf\u00fcr ausgeht und wir es gerade noch so in eine Haltebucht schaffen.<br>Unter dem Auto bildet sich eine Pf\u00fctze, das sieht nicht gut aus. Also rufen wir Hilfe, die nach mehr als einer Stunde kommt, den Wagen aufl\u00e4dt und uns nach Airolo in eine Werkstatt bringt. Dort habe ich dann erst einmal versucht, mit dem ADAC Kontakt aufzunehmen. Da ich schon lange Plus-Mitglied bin, hoffe ich auf Unterst\u00fctzung und Hilfe &#8211; und bekomme nicht au\u00dfer Kosten, da ich von der Schweiz aus nach Deutschland \u00fcber mein Mobiltelefon anrufe. Der Mitarbeiter an der Hotline spricht kein gutes Deutsch und entweder versteht er meine Situation nicht, oder es ist Taktik des ADAC, um so die Kosten zu dr\u00fccken. Der erste Vorschlag ist der, den ich immer wieder geh\u00f6rt habe: Das Auto ist alt, die Reparaturkosten sind hoch, wir bieten ihnen die kostenlosen Verschrottung an. Ist das eine Frechheit oder fehlende Kompetenz? Mein E36 329i ist extrem gepflegt, hat nur 230.000km auf der Uhr (der meiner Frau ist bei 330.000km bei einem Unfall gestorben, da war also noch reichlich Laufleistung zu erwarten), die Preise f\u00fcr den gro\u00dfen Sechszylinder sinken schon lange nicht und das Potential an zuk\u00fcnftiger Klassiker wird jeder in der Szene best\u00e4tigen.<br>Also: kein Verschrotten, sondern Reparatur &#8211; f\u00fcr das weitere Vorgehen will der ADAC aber ein Gutachten von der Werkstatt sehen. Das kann dauern, also bleibt nur, die Abschleppkosten (490 Franken) selbst zu bezahlen, Bedenkzeit zu erbitten und dann nach Hilfe bei der Weiterreise zu fragen. Hier kommt von ADAC &#8211; nichts, man l\u00e4sst uns mit dem Hinweis, man h\u00e4tte auch keine Idee, einfach in Regen stehen. Leihwagen gibt es vor Ort keine, also bleibt nur, ein Taxi zu bestellen, das uns zum Bahnhof bringt und zu hoffen, dass wir von dort wegkommen. Nach einer Stunde kommt ein Zug, der uns nach Bellinzona bringen wird, und dort gibt es vielleicht Anschluss nach Como, wo wir ein Hotel reserviert haben.<br>In Bellinzona kommen wir nach 20:00 an, unsere erste Idee, nun einen Mietwagen zu buchen und damit weiterzufahren, l\u00e4sst sich nicht umsetzen, alle L\u00e4den sind schon geschlossen. Aber es gibt einen Zug, der uns nach Como bringt. Wir kaufen ein Ticket im Internet, gehen zum Bahnsteig und m\u00fcssen lesen, dass der Zug gut eine Stunde Versp\u00e4tung hat. Die geplante Ankunftszeit in Como ist kurz vor 24:00, die Rezeption schlie\u00dft allerdings schon um Mitternacht. Zu Gl\u00fcck gibt es immerhin WLAN auf dem Bahnsteig, sodass wir per Email unsere sp\u00e4te Ankunft ank\u00fcndigen k\u00f6nnen und gleich auch ein Auto f\u00fcr die kommenden Tage und einen R\u00fcckflug von Mailand nach K\u00f6ln buchen k\u00f6nnen.<br>In Como schaffen wir es dann gerade noch p\u00fcnktlich ins Hotel. Am n\u00e4chsten Morgen holen wir den Wagen ab und ab da kehrt etwas Ruhe ein. Der Concorso ist gewohnt sch\u00f6n, das Wetter pr\u00e4chtig und die Abendessen sind ein Genuss.<br>Am Sonntag Nachmittag sind wir rechtzeitig in Malpenza, geben das Auto ab und gehen zum Checkin. Hier herrscht Chaos, da die Fluglotsen in Frankreich streiken. Das solle ja bei einem Flug von Italien \u00fcber die Schweiz nach Deutschland kein Problem sein &#8211; ist es \u00fcberraschenderweise aber: alle Fl\u00fcge sind anuliert. Wir stehen als in einer langen Schlange vor dem Schalter und niemand gibt irgendwelche Informationen dar\u00fcber, welche Option es gibt, doch noch nach Hause zu kommen. Selbst f\u00fcr die Montag-Morgen-Fl\u00fcge will man keine Garantie \u00fcbernehmen, da die Auswirkungen des Streiks keine seri\u00f6se Planung f\u00fcr den kommenden Tag zulassen. Es wir langsam Abend und es gibt keinen Plan. Hotels: ausgebucht, Z\u00fcge: erst am n\u00e4chsten Morgen mit einer Fahrzeit von ca. 10 Stunden. Flixbus: es sind nur noch drei Platze frei und man m\u00fcsste in 45 Minuten am Busbahnhof in der Stadt sein. Also beginnen die Diskussionen in der Warteschlange &#8211; we muss wo hin, was kann man tun? Wir finden 4 weitere Reisende, die nach K\u00f6ln und Bonn m\u00f6chten und entscheiden: einer geht und versucht, keinen Kleinbus in Einwegmiete zu bekommen. Parallel kl\u00e4ren wir mit dem Schalterpersonal, welche R\u00fcckerstattung wir erwarten k\u00f6nnen. Und schlie\u00dflich haben wir Gl\u00fcck: es gibt noch einen Vito, und die Kosten, geteilt dich 6, werden durch die Kompensation der Luftlinie gedeckt. Der Wagen ist allerdings in einem \u00fcblen Zustand, voller Unfallsch\u00e4den. Wir fotografieren also erst einmal alles im Detail und lassen das vom Personal der Mietwagenfirma genau so best\u00e4tigen, was zu einer weiteren Verz\u00f6gerung f\u00fchrt. Kurz vor Mitternacht sind wir dann endlich auf der Stra\u00dfe. Die weitere Fahrt ist \u00fcberraschend ereignislos, gegen Mittag sind alle Mitreisenden an ihrem Bestimmungsort abgeliefert und der Wagen ist zur\u00fcckgegeben. Wie erwartet nicht ohne Diskussion wegen der vielen Sch\u00e4den. Wie gut, dass wir Vorsorge f\u00fcr den Fall getroffen haben. Alle entstandenen Kosten \u2013Abschleppkosten, Taxi, Bahn, Mietwagen in Como, Flug\/Mietwagen f\u00fcr die Heimreise habe ich selbst bezahlen d\u00fcrfen, und auch bei der ganzen Organisation gab es keinerlei Hilfe vom ADAC.<\/li><\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mai 2018 &#8211; Rainer und ich sind auf dem Weg zum Concorso nach Cernobbio. Da wir auf sonniges Wetter hoffen, haben wir meinen E36 328 genommen. 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